Die Geschichte des Mineral­wassers

Mineralwasser tranken die Menschen schon in der Vor- und Frühgeschichte. In der Antike wurden viele Mineral­wasser­quellen als heilig verehrt und dem Gott der Heilkunst, Äskulap, geweiht.

Im 16. Jahrhundert begann in Deutschland die kommerzielle Nutzung der Quellen. Das Wasser wurde in verkorkten Tonkrügen abgefüllt, um es an kranke Menschen, Adlige und wohlhabende Bürger zu verkaufen. Im Mittelrhein­gebiet, im Nassauischen und im Hessischen waren zu damaliger Zeit bereits 102 Thermal- und Sauerbrunnen bekannt. Schon damals wurde Werbung,  wie z. B. Zeitungen, Brunnenschriften und Analysen über das Mineralwasser, zu einer der wichtigsten Verkaufs­strategien für die Mineral­brunnen­­­­branche.

Seit der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Mineralwasser­abfüllung eine höhere Bedeutung beigemessen. Mit dem Wirtschafts­wachstum zwischen 1870 und 1913 erhöhte sich die deutsche Industrie­produktion um das Fünffache. Für viele blieb trotz des Aufschwungs Mineralwasser ein Luxusgut, welches kaum bezahlbar war. Am 24. Oktober 1904 wurde in Koblenz der „Verband deutscher Mineralbrunnen – VDM“ gegründet.

Die politische Instabilität der Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, die Versorgungs- und Energieengpässe, die Besetzung des Rheinlands und des Ruhrgebiets und schließlich die Inflation im Jahr 1923 veränderten ständig die Bedingungen des wirtschaftlichen Handelns und machten kaufmännische Planungen und Investitionen unmöglich. Erst mit den „Goldenen Zwanziger Jahren“ trat eine Besserung, unter anderem durch amerikanische Kredite und Investitionen, ein.

Nach der Stabilisierung der wirtschaftlichen und politischen Lage stieg der Mineralwasser­absatz wieder deutlich an. Von 1925 bis 1929 vervierfachte sich der Absatz von 72 auf 306 Mio. Füllungen.

Mit dem Zusammenbruch der New Yorker Börse am 25. Oktober 1929 änderte sich die Situation schlagartig und wirkte sich auch auf die deutsche Wirtschaft besonders verheerend aus. Die eintretende Weltwirtschafts­krise sorgte in den folgenden Jahren in Deutschland für mehr als sechs Mio. Arbeitslose. Der Verkauf von bisherigen 300 Mio. Flaschen sank auf 100 Mio. Flaschen Mineralwasser.

Erst mit dem deutschen Wirtschaftswunder in den fünfziger Jahren kam auch der Aufschwung für die Mineral­brunnen­branche zurück.  In den siebziger Jahren wuchs der Absatz von Mineralwasser und Erfrischungsgetränken um jährlich durchschnittlich 5,74 Prozent von 3,064 Mrd. auf 14,28 Mrd. Füllungen. Die höchsten Zuwächse konnten nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1992 (+ 19,2 Prozent) verzeichnet werden. Seit 1970 hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch mehr als verzehnfacht. 2016 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 148 Liter Mineral- und Heilwasser.

Im 16. Jahrhundert begann in Deutschland die kommerzielle Nutzung der Quellen. Das Wasser wurde in verkorkten Tonkrügen abgefüllt, um es an kranke Menschen, Adlige und wohlhabende Bürger zu verkaufen. Im Mittelrhein­gebiet, im Nassauischen und im Hessischen waren zu damaliger Zeit bereits 102 Thermal- und Sauerbrunnen bekannt. Schon damals wurde Werbung,  wie z. B. Zeitungen, Brunnenschriften und Analysen über das Mineralwasser, zu einer der wichtigsten Verkaufs­strategien für die Mineral­brunnen­­­­branche.

Seit der Industrialisierung Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Mineralwasser­abfüllung eine höhere Bedeutung beigemessen. Mit dem Wirtschafts­wachstum zwischen 1870 und 1913 erhöhte sich die deutsche Industrie­produktion um das Fünffache. Für viele blieb trotz des Aufschwungs Mineralwasser ein Luxusgut, welches kaum bezahlbar war. Am 24. Oktober 1904 wurde in Koblenz der „Verband deutscher Mineralbrunnen – VDM“ gegründet.

Die politische Instabilität der Jahre nach dem Ersten Weltkrieg, die Versorgungs- und Energieengpässe, die Besetzung des Rheinlands und des Ruhrgebiets und schließlich die Inflation im Jahr 1923 veränderten ständig die Bedingungen des wirtschaftlichen Handelns und machten kaufmännische Planungen und Investitionen unmöglich. Erst mit den „Goldenen Zwanziger Jahren“ trat eine Besserung, unter anderem durch amerikanische Kredite und Investitionen, ein.

Nach der Stabilisierung der wirtschaftlichen und politischen Lage stieg der Mineralwasser­absatz wieder deutlich an. Von 1925 bis 1929 vervierfachte sich der Absatz von 72 auf 306 Mio. Füllungen.

Mit dem Zusammenbruch der New Yorker Börse am 25. Oktober 1929 änderte sich die Situation schlagartig und wirkte sich auch auf die deutsche Wirtschaft besonders verheerend aus. Die eintretende Weltwirtschafts­krise sorgte in den folgenden Jahren in Deutschland für mehr als sechs Mio. Arbeitslose. Der Verkauf von bisherigen 300 Mio. Flaschen sank auf 100 Mio. Flaschen Mineralwasser.

Erst mit dem deutschen Wirtschaftswunder in den fünfziger Jahren kam auch der Aufschwung für die Mineral­brunnen­branche zurück.  In den siebziger Jahren wuchs der Absatz von Mineralwasser und Erfrischungsgetränken um jährlich durchschnittlich 5,74 Prozent von 3,064 Mrd. auf 14,28 Mrd. Füllungen. Die höchsten Zuwächse konnten nach der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1992 (+ 19,2 Prozent) verzeichnet werden. Seit 1970 hat sich der Pro-Kopf-Verbrauch mehr als verzehnfacht. 2016 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 148 Liter Mineral- und Heilwasser.

Die unterschied­lichen Arten von Wasser

Natürliches Mineralwasser ist ein reines Naturprodukt. Es hat seinen Ursprung in einem unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasservorkommen und muss direkt am Quellort abgefüllt werden, damit seine ursprüngliche Reinheit bewahrt wird.

Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel, das amtlich anerkannt werden muss und ständigen Kontrollen unterliegt. Es darf in seiner natürlichen Beschaffenheit nicht verändert werden. Nur der Entzug von Eisen, Mangan- und Schwefelverbindungen sowie Arsen und der Entzug oder der Zusatz von Kohlensäure sind als Behandlungsverfahren erlaubt, sofern das Mineralwasser in seinen wesentlichen, seine Eigenschaften bestimmenden Bestandteilen nicht geändert wird. Somit bleibt die Natürlichkeit von Mineralwasser erhalten.

In der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) ist genau festgelegt, was ein natürliches Mineralwasser ausmacht, was auf dem Etikett stehen muss, wie es verpackt sein muss, etc. Regelmäßige Kontrollen am Quellort, bei der Abfüllung und im betriebseigenen Labor, in unabhängigen Instituten sowie durch die Lebensmittel­überwachung garantieren die natürliche Reinheit von Mineralwasser.

Eine große Mineralwasser-Analyse umfasst mehr als 200 chemische, physikalische und mikrobiologische Parameter.

Heilwasser stammt ebenfalls aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasser­vorkommen und muss am Quellort abgefüllt werden. Als Heilmittel, mit krankheitsheilender, -lindernder oder –vorbeugender Wirkung, unterliegt es dem Arzneimittelgesetz.

Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasser­vorkommen und muss am Quellort abgefüllt werden. Es unterliegt der Mineral- und Tafelwasserverordnung. In seiner Zusammensetzung muss es den Anforderungen für Quellwasser entsprechen. Eine amtliche Anerkennung und eine amtliche Nutzungs­genehmigung sind nicht erforderlich.

Tafelwasser kann ein Naturprodukt sein. Es wird aus verschiedenen Wasser­arten, wie z.B. Trink-, Mineral-, Meerwasser und Natursole unter der Zugabe von Mineralstoffen und Kohlensäure hergestellt. Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften für die Mischungsverhältnisse. Tafelwasser erhält keine amtliche Anerkennung. Tafelwasser darf an jedem beliebigen Ort hergestellt und abgefüllt werden.

Leitungswasser entstammt zu zwei Dritteln aus Grundwasser und zu etwa einem Drittel dem Oberflächenwasser – aus Seen, Talsperren und dem Uferfiltrat von Flüssen. Es unterliegt der Trinkwasser­verordnung. Um den Anforderungen der Verordnung zu genügen, darf das Trinkwasser aufbereitet werden. Ständige Kontrollen sichern die Qualität des Leitungs­wassers. Der Trinkwasser­versorger ist für die Qualität des Trinkwassers bis zur Wasseruhr verantwortlich. Je nach Alter und Zustand der Haus­installation kann das Leitungswasser beim End­verbraucher in seiner Qualität schwanken.

Mineralwasser ist das einzige Lebensmittel, das amtlich anerkannt werden muss und ständigen Kontrollen unterliegt. Es darf in seiner natürlichen Beschaffenheit nicht verändert werden. Nur der Entzug von Eisen, Mangan- und Schwefelverbindungen sowie Arsen und der Entzug oder der Zusatz von Kohlensäure sind als Behandlungsverfahren erlaubt, sofern das Mineralwasser in seinen wesentlichen, seine Eigenschaften bestimmenden Bestandteilen nicht geändert wird. Somit bleibt die Natürlichkeit von Mineralwasser erhalten.

In der Mineral- und Tafelwasserverordnung (MTVO) ist genau festgelegt, was ein natürliches Mineralwasser ausmacht, was auf dem Etikett stehen muss, wie es verpackt sein muss, etc. Regelmäßige Kontrollen am Quellort, bei der Abfüllung und im betriebseigenen Labor, in unabhängigen Instituten sowie durch die Lebensmittel­überwachung garantieren die natürliche Reinheit von Mineralwasser.

Eine große Mineralwasser-Analyse umfasst mehr als 200 chemische, physikalische und mikrobiologische Parameter.

Heilwasser stammt ebenfalls aus unterirdischen, vor Verunreinigungen geschützten Wasser­vorkommen und muss am Quellort abgefüllt werden. Als Heilmittel, mit krankheitsheilender, -lindernder oder –vorbeugender Wirkung, unterliegt es dem Arzneimittelgesetz.

Quellwasser stammt aus unterirdischen Wasser­vorkommen und muss am Quellort abgefüllt werden. Es unterliegt der Mineral- und Tafelwasserverordnung. In seiner Zusammensetzung muss es den Anforderungen für Quellwasser entsprechen. Eine amtliche Anerkennung und eine amtliche Nutzungs­genehmigung sind nicht erforderlich.

Tafelwasser kann ein Naturprodukt sein. Es wird aus verschiedenen Wasser­arten, wie z.B. Trink-, Mineral-, Meerwasser und Natursole unter der Zugabe von Mineralstoffen und Kohlensäure hergestellt. Es gibt keine gesetzlichen Vorschriften für die Mischungsverhältnisse. Tafelwasser erhält keine amtliche Anerkennung. Tafelwasser darf an jedem beliebigen Ort hergestellt und abgefüllt werden.

Leitungswasser entstammt zu zwei Dritteln aus Grundwasser und zu etwa einem Drittel dem Oberflächenwasser – aus Seen, Talsperren und dem Uferfiltrat von Flüssen. Es unterliegt der Trinkwasser­verordnung. Um den Anforderungen der Verordnung zu genügen, darf das Trinkwasser aufbereitet werden. Ständige Kontrollen sichern die Qualität des Leitungs­wassers. Der Trinkwasser­versorger ist für die Qualität des Trinkwassers bis zur Wasseruhr verantwortlich. Je nach Alter und Zustand der Haus­installation kann das Leitungswasser beim End­verbraucher in seiner Qualität schwanken.

Die Entstehung von Mineralwasser

Niederschlags­wasser aus Regen, Nebel, Tau, Reif, Schnee, Graupel oder Hagel ist Mineral­wasser in seiner ursprünglichsten Form.

Beim Durchfließen der unterschiedlichen Gesteins­schichten wird das Wasser, welches vor vielen Jahrzehnten als Niederschlags­wasser in den Erdboden gesickert ist, auf natürliche Art gefiltert und gereinigt. Dabei werden Mineralien, Spuren­elemente und Kohlensäure in unterschiedlicher Konzentration aufgenommen. Mineralwasser stammt aus sehr tief liegenden Gesteins­schichten und den sich dort befindlichen Wasser­vorkommen, dem sogenannten Tiefenwasser. Es ist durch mindestens eine wasser­undurchlässige Schicht, wie z. B. Ton, vom Grund­wasser getrennt. Im Gegensatz zu Grund- und Oberflächen­wasser aus Seen und Flüssen ist Mineral­­wasser vor jeglicher Verunreinigung geschützt. Der lange Weg durch die Gesteins­schichten garantiert die besondere natürliche Reinheit des Mineral­wassers. Verantwortlich für den Geschmack des Mineral­­wassers sind die jeweiligen Gesteins­schichten, die im Laufe der Jahrhunderte durchflossen werden. Je nach Art des Gesteins liegen die Mineralstoffe in unterschiedlicher Konzentration und Zusammensetzung vor. Mineral­wässer sind stets ein Spiegelbild ihrer Region. Kein Mineral­wasser gleicht dem anderen und jedes Mineral­wasser ist einmalig und einzigartig.

Mineralien und Spuren­elemente im Mineral­wasser

In natürlichem Mineralwasser sind verschiedene Mineralstoffe und Spurenelemente in gelöster Form enthalten. Mineralien und Spurenelemente können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, sind aber für den Organismus notwendig.

Calcium (Ca2+)
Wichtiger Mineralstoff für Knochen und Zähne, es unterstützt die Blutgerinnung, hilft bei der Übertragung von Nervenimpulsen, bei der Herzfunktion oder bei der Ausschüttung einiger Hormone und Enzyme.

Magnesium (Mg2+)
Wichtig für Muskeln und Knochen, es kann Herzstörungen und Muskelkrämpfen vorbeugen, ist an zahlreichen Stoffwechsel­vorgängen beteiligt und aktiviert Enzyme für die Energie­gewinnung.

Sulfat (So42-)
Wirkt entgiftend für den Leberstoffwechsel, regt die Verdauung an, fördert die Festigkeit von Haaren, Nägeln und Haut.

Natrium (Na+)
Reguliert mit Chlorid und Kalium den Flüssigkeitshaushalt (Wasser- und Säuren-Basen-Haushalt), ist wichtig für Muskelerregung und Blutdruckregulation. Unter mitteleuropäischen klimatischen Lebensbedingungen und einer hohen salzhaltigen Ernährungs­weise reicht eine Kochsalzzufuhr von sechs Gramm pro Tag aus, nur bei sportlich aktiven Menschen steigt der Bedarf.

Hydrogencarbonat (HCO3)
Fördert die Magen- und Darmtätigkeit und verhindert Sodbrennen.

Calcium (Ca2+)
Wichtiger Mineralstoff für Knochen und Zähne, es unterstützt die Blutgerinnung, hilft bei der Übertragung von Nervenimpulsen, bei der Herzfunktion oder bei der Ausschüttung einiger Hormone und Enzyme.

Magnesium (Mg2+)
Wichtig für Muskeln und Knochen, es kann Herzstörungen und Muskelkrämpfen vorbeugen, ist an zahlreichen Stoffwechsel­vorgängen beteiligt und aktiviert Enzyme für die Energie­gewinnung.

Sulfat (So42-)
Wirkt entgiftend für den Leberstoffwechsel, regt die Verdauung an, fördert die Festigkeit von Haaren, Nägeln und Haut.

Natrium (Na+)
Reguliert mit Chlorid und Kalium den Flüssigkeitshaushalt (Wasser- und Säuren-Basen-Haushalt), ist wichtig für Muskelerregung und Blutdruckregulation. Unter mitteleuropäischen klimatischen Lebensbedingungen und einer hohen salzhaltigen Ernährungs­weise reicht eine Kochsalzzufuhr von sechs Gramm pro Tag aus, nur bei sportlich aktiven Menschen steigt der Bedarf.

Hydrogencarbonat (HCO3)
Fördert die Magen- und Darmtätigkeit und verhindert Sodbrennen.